VDK, Der starke Partner im Sozialen Recht !?

Der folgende Blog betrifft nicht nur Einswarden.

Ist der VDK wirklich der Starke Partner im Sozialrecht den man glauben soll?
Hier die Geschichte von jemanden der einen Antrag auf Pflegestufe gestellt hat und sich auf den VDK verlassen hat. Nennen wir die Person Bernd P..
Der real Name ist dem Verfasser des Blogs bekannt.

Bernd P. hatte im Jahr 2008 einen 3 fachen By-Pass bekommen und im Jahr 2013/2014 wurde Blasenkrebs diagnostiziert und es kam zu drei OP’s und anschließend 24 Chemo-Behandlungen.

Die Chemo vertrugt Bernd sehr schlecht. Ab der 6. Chemo lag Bernd bis zu 4 Tagen komplett flach und klagte über Schmerzen in den Armen, Schultern, Rücken und Beinen. Vom behandelnden Urologe bekam Bernd laufend zu hören das die Blase ein geschlossenes Organ sei und so keine Beeinträchtigungen entstehen könnten. Nach Recherche im Internet zum verwendeten Mittel kam aber heraus das doch Nebenwirkungen entstehen. Die Nebenwirkungen bei Bernd wurden so schlimm das er nicht mehr alleine aufstehen oder einkaufen gehen konnte. Ein laufen wurde immer schlimmer. Daraufhin verordnete der Hausarzt Bernd dann einen Rollator. Aber die Schmerzen blieben.

Im Mai 2015 stellte Bernd einen Antrag auf Pflegestufe bei seiner Krankenkasse der AOK. Da er ohne Hilfe nicht mehr seinen Tagesablauf gestalten konnte. Aufstehen ohne Hilfe war genauso unmöglich wie die Körperpflege oder der Toilettengang. Nach einigen vielen Wochen bekam Bernd ein Schreiben vom MDK(Medizinischer Dienst der Krankenkassen) vorin ein Termin zur Begutachtung vereinbart wurde. Bernd wurde bisher von seiner Ehefrau (Arbeitsuchend) gepflegt. Seine Ehefrau bekam einige Probleme mit dem Jobcenter da Sie ja Bernd pflegte. Bernd hatte zu diesem Zeitpunkt einen Schwerbehindertenausweis mit einem „G“ und 90% behinderung.

1. Begutachtung

Die Dame vom MDK kam dann am besagten Tag und ließ sich erst mal die gesamte Wohnung zeigen. Diese „Führung“ wurde von der Ehefrau geleitet während Bernd in einem Sessel im Wohnzimmer saß. Bernd wohnt mit seiner Ehefrau in Einswarden in einem Haus der damaligen Vermieter Gladbau. Die Wohnung ist auf dem technischen Stand von ca. 1960. Türschwellen ein kleines Bad mit Badewanne, schlecht gedämmt und Fenster die verzogen sind. Die Dame vom ests über sich ergehen lassen. Auch wurde nachgefragt was Bernd noch alleine könne und wobei die Ehefrau helfen müsse. Nach ca. 60 Mintuen verabschiedete sich die Dame vom MDK. Da Bernd ja selber nicht mehr viel machen konnte hoffte er auf eine Pflegestufe.

Nach Wochen später bekam Bernd Post vom MDK mit der Mitteilung das er keine Pflegestufe bekommen würde da ihn 4 Minuten fehlen würden. Das wollte Bernd nicht so ohne weiteres hinnehmen.

Erster Kontakt mit dem VDK

Da Bernd wusste das er alleine nicht gegen die Krankenkasse ankam wendete er sich an den VDK. Also trat Bernd im Mai 2015 dem VDK bei. Der Monatsbeitrag von € 6,18/Monat erschien ihm angemessen. Der VDK selber ist in Oldenburg, aber in Brake, Burharve und weiteren Orten sind an einigen Tagen in der Woche Gesprächszeiten. Bernd fuhr nach Barke da dort der nächste Termin war. Bei dem Gespräch mit der Dame vom VDK in Brake und Nachweis das der Beitrag gezahlt war wurde Bernd zugesagt das sich der VDK um seine Angelegenheit kümmern werde. Es sollte Widerspruch eingelegt werden.

Es vergingen zwei Wochen und Bernd bekam vom VDK Post worin er aufgefordert wurde Stellung zum Gutachten des MDK zu nehmen. Dies machte Bernd per Email. Zwei weitere Wochen später bekam Bernd Post vom VDK das Widerspruch eingelegt wurde und die Widerspruchsbegründung mit seinen Ergänzungen an den MDK gegangen seien. Bernd musste diesem Schreiben entnehmen das nur seine Ergänzungen ohne zusätzlichen Text vom VDK abgesendet wurden.

Die Reaktion auf dem Widerspruch kam dann 4 Wochen später vom MDK. Es wurde eine neue Begutachtung angekündigt.

2. Begutachtung

Zur zweiten Begutachtung kam dann eine andere Dame vom VDK. Diese machte schon einen anderen, freundlicheren Eindruck. Leider sollte sich Bernd darin getäuscht haben. Wieder wurde die gesamte Wohnung in Augenschein genommen. Bernd wurde befragt was er alleine machen könne und wobei Ihm seine Frau helfen würde. Wieder gab Bernd Auskunft und hoffte da sich sein Zustand verschlimmert hatte auf einen positiven Ausgang. Bernd hatte auch einen Pflegeplan beigelegt. Doch weit gefehlt. Dem Antrag auf Pflegestufe wurde wieder nicht entsprochen. Angeblich fehlten jetzt 15 Minuten. Trotz Verschlechterung des Gesundheitszustand wurden Bernd weitere 11 Minuten abgezogen. Also wider zum VDK.

2. Termin beim VDK
Nach einiger Zeit bekam Bernd über dem VDK den Bericht vom MDK. Nur das zwischen dem Posteingang beim VDK und den Posteingang bei Bernd 14 Tage lagen. Bernd fuhr diesmal nach Burharve zum Gesprächstermin mit dem VDK. Bernd hatte schon im Vorfeld wieder schriftlich ausgeführt was bei der Begutachtung falsch gelaufen war und welche Aussagen nicht stimmten. Die Dame des VDK nahm das Schreiben von Bernd und sagte das der VDK Widerspruch gegen den zweiten Bescheid einlegen würde. Und wieder bekam Bernd den Schriftsatz des VDK und musste feststellen das wieder nur seine Ausführungen im Widerspruch standen. Weiterhin führte der VDK an das die Zeit für die Körperpflege nicht berücksichtigt worden sei.
Weitere Ausführungen machte der VDK nicht. Einige Wochen später bekam Bernd über den VDK dann Post das eine weitere Begutachtung angesetzt worden war.

In der Zwischenzeit musste Bernd sich einer Hüft-OP unterziehen. Diese wurde in Bremerhaven durchgeführt. Nach der OP und dem Krankenhausaufenthalt ging Bernd in die Reha nach Wilhelmshaven. Dort ergaben sich nach einer Woche Reha Komplikationen und Bernd musste wieder zurück nach Bremerhaven ins Krankenhaus. Dort wurde ein Bluterguss und eine Entzündung festgestellt. Also wurde die neue Hüfte wieder entnommen. Nachdem feststand das keine Keime in der Wunde waren wurde eine neue Hüfte „eingebaut“.

3. Begutachtung
Wieder kam eine Mitarbeiterin vom MDK zu Bernd in die Wohnung. Bernd bewegte sich zu diesem Zeitpunkt, kurz nach der zweiten OP, nur mit Unterarmgehhilfen auch in der Wohnung. Was schwierig war da ja immer noch die Schwellen an den Türen existierten. Weiterhin hatte sich herausgestellt das bei Bernd auch ein Schulterleiden chronisch geworden war. Dies bestätigten der Hausarzt und er behandelnde Orthopäde. Bernd führte zu diesem Zeitpunkt weiterhin einen Pflegeplan bzw. ein Pflegetagebuch. Bernd teilte der Dame vom MDK dies mit und gab auch darüber Unterlagen ab. Um es kurz zu schreiben der Antrag wurde wieder abgelehnt. Diesmal fehlten 8 Minuten. Auch hier bekam Bernd wieder das Gutachten über den VDK mit zwei Wochen Verspätung zugesendet. Bernd setzte sich sofort daran und führte auf was alles nicht der Wahrheit oder besser einfach falsch war. Diese Gegendarstellung verschickte Bernd wieder an den VDK.

Es geschah einige Zeit gar nichts. Dann melde sich der VDK wieder und sagte das jetzt eine Widerspruchsklage vor dem Sozialgericht eingereicht werde. Die war im November 2016. Wie geschrieben wurde der erste Antrag auf Pflegestufe im Mai 2015 eingereicht.

Bernd dachte das es jetzt endlich vorwärts ginge. Doch weit gefehlt. Es kam zu einer 4. Begutachtung.

4. Begutachtung

Also wie könnte es anders sein fand sich wieder eine Dame, sie war schon zweimal bei Bernd, wieder ein. Als erstes wollte die Dame vom MDK wieder die Wohnung besichtigen. Dies verweigerte Bernd. Er wollte ja nicht die Wohnung vermieten sondern endlich eine Vernüftige Aussage über seinen Pflegezustand. Die Dame hatte einiges zu bemängeln und führte einen Rehabericht aus Wilhelmshaven an. Den gab es aber nicht, da Bernd ja nach einer Woche, zurück ins Krankenhaus ging. Die Dame vom MDK behauptete weiterhin das es einen Reha Abschlussbericht gebe. Dies teilte Bernd dem VDK mit. Bernd schrieb wieder eine Gegendarstellung die vom VDK so übernommen wurde, ohne Ergänzungen durch den VDK.

Bernd ging wieder in die Reha. Diesmal nach Bad Eilsen. Die Reha bekam Bernd gut und er machte fortschritte ín der Bewegung. Der MDK schrieb Bernd zwei Wochen nach der Reha an weil der MDK und die AOK den Rehabericht aus Bad Eilsen haben wollten. Angeblich würden Sie den nicht bekommen. Bernd rief in Bad Eilsen an und fragte nach oder der Rehabericht schon zur AOK wäre. Dort erfuhr Bernd das der Bericht automatisch an die AOK gegangen war. Das war im September 2016. Bernd bekam vom VDK im November 2016 dann Post das die Widerspruchsklage beim Sozialgericht Oldenburg eingereicht wurde. Im Dezember passierte nichts. Im Januar, Februar, März und April hörte Bernd nichts mehr vom VDK. Im Mai rief Bernd beim VDK an und fragte nach dem Stand der Angelegenheit. Da musste Bernd erfahren das die AOK schon zum zweiten mal das Gericht um eine Fristverlängerung ersucht hatte. Leider hatte der VDK Bernd nicht davon unterrichtet. Als dann im Juni 2017 immer noch nicht passierte rief Bernd beim Sozialgericht in Oldenburg selber an. Dort erfuhr er dann das die AOK Zeit bis zum 22.06.2017 hätte, sie hat eine weitere Fristverlängerung eingefordert wegen fehlender Unterlagen, das Gutachten einzureichen. Am 26.06.2017 rief Bernd wieder beim Sozialgericht an und erfuhr das die AOK immer noch nicht das Gutachten eingereicht hatte, vielmehr wollte die AOK eine weiter Fristverlängerung bis zum 06.07.2017. Also rief Bernd bei der AOK an. Dort erfuhr er dann das ein Rehabericht angefordert worden sei und zwar aus Bad Eilsen, den die AOK seit September 2016 schon in Händen hatte.

Bernd rief daraufhin beim VDK an und fragte warum er kein Bescheid über die Fristverlängerung erhalten hätte. Die Dame vom VDK fragte nach woher er das wisse und das Ihnen davon nicht vorlag. Eine Nachfrage beim Sozialgericht brachte aber ein anderes Bild zu tage. Das Sozialgericht hatte den VDK mit Schreiben vom 23.06.2017 davon unterrichtet.

Was tat der VDK?

Bernd hatte den ganzen Schreibkram mit den Gegendarstellungen, hatte € 100,00 für die Klageschrift ausgegeben und seinen Monatsbeitrag am Bein. Emails an die Sachberabeiterin vom VDK bleiben unbeantwortet oder es kommt per Email ein Formtext das Frau N. sich im Urlaub befinde. Anrufe beim VDK liefen immer bis zur Sekretärin von Frau N..

Vom VDK kam bis dahin fast keine Gegenleistung. Bernd wartet jetzt auf den 06.07.2017 ob dann das Sozialgericht tätig wird.

Dem VDK kann Bernd nicht mehr viel abgewinnen. Bernd wird auch aus dem VDK zum nächsten Termin austreten. Das alles hätte ein normaler Rechtsanwalt schneller und vor allem mit mehr Kontakt zwischen Anwalt und Mandant erledigt. Auch die Gegendarstellungen wären von einem Anwalt wohl noch besser abgefasst worden.

Uwe Dräger

Meine Meinung:

Der VDK tut nicht viel für seine Mitglieder wie es scheint. Außer Geld einkassieren und die Monatliche Zeitung verschicken passiert da nicht viel. Und so stark wie im Slogan ist der VDK auch nicht. Ich vermute mal das man besser beraten ist solche Angelegenheiten besser einen Anwalt für Sozialrecht zu geben.

Mal sehen wie es mit Bernd weitergeht. Ich drücke Ihm feste die Daumen.

VDK Der starke Partner im Sozialrecht, ich meine NEIN!

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