Zwangsarbeit für Hartz4ler

Der Bericht betrifft erstmal Bremen und Bremerhaven, kann aber auch schnell zu unserem Thema werden.

Zwangsarbeit für Hartz4ler
Ab 2018 könnte es für Hartz 4ler rauer werden. Ein neues Pilotprojekt sieht vor das Hartz 4ler dann zu Arbeiten verpflichtet werden können ohne dass Sie dafür ein Zusatzentgeld bekommen. Also einen 1 € Job ohne den 1en €. Dafür würde dann der Regelsatz weitergezahlt. Was mit dem Personenkreis passiert die aus gesundheitlichen keine Arbeit nachgehen können ist noch nicht bekannt.

Das Projekt hat sich das Jobcenter Bremen ausgedacht. So könnten Langzeitarbeitslose im strukturschwachen Bremerhaven bei Unternehmen arbeiten die die Grünanlagen pflegen. Das Ziel Menschen in den Arbeitsmarkt einzuführen ist damit vom Tisch. Vielmehr wird der Betroffene in die Gesellschaft integriert.

Susanne Ahlers, Sie ist die Geschäftsführerin vom Jobcenter in Bremen erklärte

Je länger man von Arbeitslosigkeit betroffen ist, desto schwieriger wird es auch, aus ihr auch wieder raus zu kommen.“

Die Chancen schwinden wenn Faktoren wie Kinder, Migrationshintergründe oder ein höheres Alter hinzukommen.

Götz von Eine, Chef der Bremer Agentur für Arbeit, sagt dazu

„Langzeitarbeitslose einfach nur weiterzubilden hilft nicht, denn viele von ihnen sind einfach nicht beschul bar.

Das Pilotprojekt soll 2018 starten und zwar mit einer Dauer von 2 bis 3 Jahren. In dieser Zeit könnten dann Arbeitslose als kostenlose Hilfskräfte die Grünanlagen auf öffentlichen Flächen pflegen.

Der „taz“ gegenüber hatte sich Götz von Eine schon mit den Worten

„Dort können sie als eine Art Handlanger den Arbeitsprozess in Firmen unterstützen“

geäußert.

Im Bereich Bremerhaven könnten so bis zu 3.000 Personen so zu einer Beschäftigung kommen.

Laut Frau Ahlers ist das Ziel der Maßnahme nicht die Integration in den Arbeitsmarkt sondern eine Integration in die Gesellschaft. Original Zitat Frau Ahlers der „taz“ gegenüber

Vor allem sollen Eltern davon profitieren, indem sie ihren Kindern zeigen können, dass auch sie ihren Teil zur Gesellschaft beitragen. Dies hätte den präventiven Effekt, das Langzeitarbeitslosigkeit nicht vererbt wird“.

Der Bremer Erwerbslosenverband findet für diesen Vorschlag klare Worte wie „fast Zwangsarbeit“ und „menschenfeindlich“. Da zeigt eine sachliche Einrichtung wieder ihr wahres Gesicht.

„Menschen als Arbeitskraft irgendwo einzusetzen, ohne die dafür anständig zu entlohnen klingt für mich wie Zwangsarbeit“

so Tobias Helfst vom Erwerbslosenverband.
Das neue Projekt so der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele und die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) müsse noch überprüft werden und weiterhin räumt die  Agentur für Arbeit noch Überarbeitungspotential ein.

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