Eine neue Chance für Einswarden!?

Eine weitere Chance für Einswarden?!
Am 11.01.2018 erschien in der Kreiszeitung Wesermarsch (KZW) ein Beitrag mit dem Titel

„Eine neue Chance für Einswarden“.

 In dem Artikel spricht Herr Kohle (vormals BauBeCon Sanierungsträger GmbH) von der prekären Situation hier in Einswarden. Herr Kohle führt aus das der Stadtteil neue Mieter (mit Geld?!) brauche für eine positive Zukunft. So sollen dann die Beschäftigten von PAG hier im Ortsteil einziehen und wohnen. Das in dieser Richtung ein Vorstoß schon unternommen wurde, sieht man wenn man sich die aktuellen Mietpreise für leerstehende Wohnung ansieht.

Adresse Kaltmiete Preis / m² Nebenkosten Kaution
Werftstraße 2 305,00 € 54 5,65 € 100,00 €   610,00 €
Niedersachsenstraße 48 395,00 € 69 5,72 € 100,00 €   790,00 €
An den Wurten 290,00 € 54 5,37 € 100,00 €   580,00 €
Borkumstraße 10 540,00 € 95 5,68 € 100,00 € 1.080,00 €

(entnommen Immobilienscout24.de)(Die Wohnungen sind alle frisch renoviert)

Laut den aktuellen Zahlen für Kosten der Unterkunft (KDU) welche vom Jobcenter bezahlt werden kann kein ALG II Bezieher sich eine der Wohnungen anmieten.

Person(en) Wohnfläche Übernommene Miete ohne

Nebenkosten und ohne Heizung

1 50m² 236,00 €
2 60m² 291,00 €
3 75m² 364,00 €
4 90m² 381,00 €

Dies sind die aktuellen KdU-Zahlen. Alleine an Hand der Mietpreise ist schon ersichtlich wohin der Weg gehen soll. Der Personenkreis von ALG II Empfängern soll vor dem Ortseingangsschild bleiben.

Herr Kohle bemängelt auch dass das Vereinsleben in Einswarden, gegenüber anderer Ortsteile in Nordenham, nur gering entwickelt ist. Herr Kohle vertritt die Meinung dass dies alles an dem multikulturellen Zusammenleben liegen würde. Ihm ist sicherlich entgangen das wir hier in Einswarden ein zusammen leben mit Respekt voreinander anstreben und auch geschafft haben.

Die Initiative für ein neues Sanierungsprojekt ist zum großen Teil von der Initiative Ortsgemeinschaft Einswarden (IOE) und früheren Ratsmitgliedern ausgegangen.

Worin das Interesse liegt sollte allgemein klar sein.

Die in der IOE beteiligten Personen sind Besitzer von Häusern. Ob Einfamilien- oder Mietshäuser ist da erstmal gleich. Wenn es zu einem Sanierungsprojekt kommt wird der Ortsteil aufgewertet was im Umkehrschluss bedeutet dass die Hausbesitzer bei einem Verkauf für Ihre Häuser mehr Geld bekommen können.

Wohin mit den Hartz 4´lern?

Hat Herr Kohle und oder unser Bürgermeister nicht überlegt wohin dann die Mieter ziehen sollen die sich in der prekären Lage befinden Ihre Miete vom Amt zu beziehen? Ich greife mal eine Aussage auf die in der Einswarden Gruppe bei Facebook gefallen ist. Soll außerhalb der Stadt eine Wohnwagen-Siedlung entstehen oder sollen die Hartz 4´ler in Containern zum Beispiel in einem Gewerbegebiet untergebracht werden? Dann ist nur noch die Frage wie lange es noch dauert bis um Einswarden eine Mauer gezogen wird mit den bewachten Zugängen an der Heiligenwiehmstraße und an der Werftstraße. So wie in Amerika. Mit eigenem Wachdienst damit auch kein Unbefugter hinein kann. Dafür hätten die Personen die dann hier wohnen Ihre Ruhe und wären nur unter Ihres gleichen.

Bauausschusssitzung am 17.01.2018 / 17:00 Uhr

Bei der Bauauschusssitzung am 17.01.2018 ab 17:00 Uhr (öffentlicher Teil) wurde darüber abgestimmt ob ein Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau West“  zum 01.06.2018 beim Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg gestellt wird. Dieser Antrag wurde einstimmig bewilligt.

Frau Köncke (Baudezernentin) führte dazu aus was Herr Kohle schon gesagt hatte und in den Artikeln der NWZ und KZW steht. In der Ausführung sprach Frau Köncke davon, dass dann natürlich auch die Mieten steigen würden. Damit würde dann einer bestimmten  „Klientel“ nicht mehr möglich in Einswarden zu wohnen. Das damit Hartz 4´ler gemeint sind ließ sich deutlich erkennen.

Auf einen Zuruf aus dem anwesenden Publikum „wo sollen die denn dann hinziehen“ wurde keine Antwort gegeben.

Sehen Frau Köncke, Herr Kohle und Herr Seyfarth nicht dass hier in Einswarden ein gutes zusammen Leben ist? Es gibt hier keine muslimischen und deutschen Bewohner. Es ist auch egal ob es sich um Berufstätige oder Hartz 4´ler handelt.

Es gibt NUR Einwohner!
Und die begegnen sich mit Respekt unter einander.

Keiner der Einwohner ist gegen eine „Frischzellenkur“ hier in Einswarden. Nur das darf nicht zu Kosten der Einwohner gehen. Luxuswohnungen sind in Einswarden auch fehl am Platz.

 

Vergisst die Stadt das Sie für Alle Bürger zuständig ist?

 

Sanierungsgebiet

Das erste Bild ist das Sanierungsgebiet welches bei der Bekanntmachung zur Bauausschusssitzung veröffentlicht wurde. Das zweite Bild zeigt das Sanierungsgebiet welches bei der Sitzung gezeigt wurde.

(Bild 1)                                                                  (Bild 2)

Uwe Dräger

Links:

Siehe auch meinen Blog vom 28.05.2017 Renovieren wir uns Wohnungslos   Link

 

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3 Gedanken zu “Eine neue Chance für Einswarden!?

  1. Das sich eine Baudezernentin der Stadt Nordenham so äußert, wie es Frau Köncke in der Bauauschußsitzung vom 17. Januar 2018 getan hat, halte ich für eine Unverschämheit. Als Teil der Stadtverwaltung hat sie für alle Bürger gleichermaßen da zu sein. Ohne Unterschied von Religion, Hautfarbe oder Einkommensverhältnis. Bei der nächsten Kommunalwahl sollte man sich daran erinnern.

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    1. Die Äußerung von Frau Köncke ist auch im Beschlussbericht so übernommen worden. In der Presse (NWZ) wird dagegen ein anderes Zitat von Frau Köncke genommen.
      „Bei Wolkenreichem Himmel …..“ Auch dieses Zitat sagt viel darüber aus wie Frau Köncke zu Einswarden steht.

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