Wenn die Kilos nicht schwinden wollen (Teil2)

Die Adipositas-Chirurgie

Der erste wichtige Schritt ist das man sich selber sagt: “So geht es nicht weiter, ich muss was tun“.

Wer sich dann zur Adipositas-Chirurgie entscheidet muss immer im Hinterkopf haben das der Schritt nicht rückgängig zu machen ist. Es gibt nur Ausnahmen wie beim Magenballon oder beim Magenband. Die Variante Magenband wird aber nur noch selten angewandt. Natürlich sollte man auch immer bedenken das jede Operation und Narkose ihre Risiken hat.

Hier die einzelnen Methoden einer Adipositas-Chirurgie.

 

Der Magenballon

Ohne Operation gibt es nur den Magenballon, er wird wie bei einer Magenspiegelung eingesetzt. Das ist ein Ballon der im Magen eingesetzt wird und mit Flüssigkeit gefüllt wird. Und das mit bis zu 700ml. Diese bis zu 700ml sind immer im Magen verfügbar. Somit kann weniger Nahrung aufgenommen werden und das Sättigungsgefühl stellt sich schneller ein. Der Magenballon kann aber nur 6 Monate im Magen verbleiben. Ein erneutes Einsetzen ist nicht sinnvoll. Er wird auch gerne vor der eigentlichen Adipositas-Operation eingesetzt um schon eine Gewichtsreduzierung zu erreichen.

Gewichtsabnahme ca. 5% – 8%

 

 

Das Magenband

Das Mittel der Adipositas-Chirurgie was aus Presse und TV wohl am bekanntesten ist.

Das Magenband besteht aus Kunststoff und wird bei einem operativen Eingriff in der Schlüssellochtechnik unter Vollnarkose um den oberen Teil des Magens platziert.  Das Band ist über einen Schlauch mit einer Dose, die unter der Haut platziert wird, verbunden. Durch einbringen oder absaugen von Flüssigkeit in Dose wird der Durchmesser des Magenbandes angepasst.

Da die Gefahren von Einwachsen des Bandes, Verrutschen des Bandes, Abkippen des Bandes oder Infektionen bei der Einbringung von Flüssigkeit in die Dose bestehen wird diese Technik der Adipositas-Chirurgie in Europa nur noch selten angewandt.

Gewichtsabnahme ca. 16%

 

 

 

Der Magenbypass

Der Magenbypass wird unter Vollnarkose in der Schlüssellochtechnik ausgeführt.  Im oberen Bereich wird der Magen abgetrennt. Somit bleibt für die Nahrungspassage nur noch ein kleiner Teil des Magens über. Dieses Verfahren vereinigt eine Magenverkleinerung mit einer Dünndarmumgehung, was als Bypass bezeichnet wird, sodass einige Substanzen der Nahrung, vor allem Fette und Kohlenhydrate, nicht mehr in dem Maße vom Darm aufgenommen werden können, wie ohne Operation.

Gewichtsabnahme 50% – 70% des Übergewichtes

 

 

 

 

 Der Magenschlauch(Sleeve)

Dabei handelt es sich um eine verhältnismäßig neue Operationstechnik die auch unter Vollnarkose und in Schlüssellochtechnik ausgeführt wird.

Der gesamte Magen wird abgenäht, sodass nur noch ein Schlauch übrig bleibt der direkt an den Dünndarm angeschlossen ist.  Circa 2/3 des Magens werden bei dieser Operationstechnik entfernt.

Gewichtsverlust sehrgut

 

 

 

Uwe Dräger

 (Quelle Fotos: Adipositaszentrum Nord-West)

Teil 1 – FdH, Hockergymnastik, Aqua Fit

Teil 2 – Adipositas-Chirurgie

Teil 3 – Was muss ich alles erledigen und nachweisen (1)

Teil 4 – Was muss ich noch erledigen und nachweisen (2)

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