Wenn die Kilos nicht schwinden wollen (Teil 3)

Das Übergewicht ist vorhanden wir betreiben Sport, in dem Maß wie wir können. Wir haben uns zu einem Operativen Eingriff durchgerungen. Unser Hausarzt ist mit unserer Idee einverstanden. Was kommt nun?

Wie überall kommt jetzt der aufwändigste Teil auf uns zu. Nur da müssen wir durch wenn wir weiterhin der Meinung sind das eine OP für uns nur noch die einzige Möglichkeit ist. Wir wollen ja was von der Krankenkasse, also müssen wir auch eine Leistung dafür erbringen. Wir wollen ja schließlich eine Gewichtsreduzierung erreichen um unser Leben besser bewältigen zu können und Faktoren ausschalten die zu einem frühen Tod führen können.

 

Als allererstes versucht in einer Adipositas-Klinik einen Termin wegen

einer Info-Beratung zu bekommen.

 

Was noch im Einzelnen zu tun ist wird in dem Teil behandelt und den folgenden.
Vorab steht schon mal an das wir uns eine Digitale Körperwaage, sie muss auch 0,1kg anzeigen, kaufen müssen. (Amazon ab € 20,00) Weiterhin brauchen wir eine digitale Küchenwaage. Weil, ab jetzt wird die Nahrung abgewogen. Das sind schon mal wichtige Schritte.

Und haben wir immer noch den Willen es „durch zu ziehen“?

JA!

Ok, dann geht es jetzt los.

 

Die Krankenkasse verlangt dass wir folgende Punkte abarbeiten.

  • Eigene Darstellung
  • Therapieversuche
  • Ernährungstherapie
  • Ernährungstagebuch
  • Gutachten Ernährungsberatung
  • Stellungnahme eines Psychologen
  • Stellungnahme eines Endokrinologen
  • Stellungnahme eines Gastroenterologe
  • Nachweis über durchgeführte Bewegungseinheiten
  • Bescheinigung einer Selbsthilfegruppe Adipositas
  • Stellungnahme vom Hausarzt
  • Stellungnahme der Adipositas-Klinik

Bitte nicht den Mut verlieren. Es hört sich viel an, ok es ist viel, aber wir haben über 6 Monate Zeit um das abzuarbeiten.

Die erste Hürde ist die: 

1.)Eigene Darstellung

Hier verlangt die Krankenkasse eine Darstellung warum Du eine Adipositas-Chirurgie als einzige Möglichkeit siehst dein Gewicht zu reduzieren. Dies ist auch gleichzeitig der Formlose Antrag an die Krankenkasse dies zu bewilligen. Zu dem Antrag mit der eigenen Darstellung gehört auch Punkt 2 auf unserer Liste, Therapieversuche.

2.) Therapieversuche

Fangt, wenn vorhanden, in eurer Jugend an. Ward ihr als Kind schon Übergewichtig? Schreibt hier rein was Ihr alles schon ausprobiert habt um euer Gewicht zu reduzieren. Umso ausführlicher umso besser. Wenn ihr könnt erstellt eine Balken-, oder Säulengrafik woran man erkennt in welchem Alter wieviel Gewicht ihr hattet. Wer das nicht kann schreibt einfach im Jahr xxxx  habe ich xxxx kg gewogen. Schreibt hier auch rein wie lange ihr die einzelnen Versuche einer Gewichtsreduzierung praktiziert habt und wieviel Gewicht ihr dabei verloren habt. Schreibt aber auch rein wie schnell das Gewicht wieder da war. Es muss ersichtlich sein wie euer niedrigstes und höchstes Erwachsenengewicht war oder ist.

3.)Ernährungstherapie

Die ersten zwei Hürden sind geschafft. Jetzt ruft bei  eurer Krankenkasse an und bittet darum eine konventionelle Ernährungsberatung machen zu dürfen. Einige Krankenkassen bitten es selber an, andere Krankenkassen arbeiten mit freien Fachkräften. Eine Konventionelle Ernährungsberatung kostet Geld, was aber von der Krankenkasse übernommen wird. Wie schon geschrieben, bei der eigenen Krankenkasse anfragen.

Die Krankenkassen verlangen dass ihr 6 Monate(!) bzw. 6 Termine bei der Ernährungsberatung nachweist.

So, ab jetzt wird abgewogen!

Die erste Sitzung bei der Ernährungsberatung ist dafür da dass man sich kennenlernt. Es werden alle Eckdaten aufgenommen und wir werden vermessen und es wird der Körperfettanteil festgestellt.

Als Hausaufgaben bekommt ihr dann aufgetragen (so war es bei mir):

  • Jeden Morgen nach dem Aufstehen und dem Stuhlgang sich zu wiegen und das Gewicht aufzuschreiben. (Nehmt es zu jeder Therapiesitzung mit)
  • Erstellt einen Plan was ihr pro Tag alles, wirklich alles, esst. (Es reicht nicht zu schreiben Frühstück, Brot, Ei, Wurst, Margarine usw. . Es muss schon mit Gewicht in g sein)

Bei der zweiten Sitzung, war bei mir wenigstens so, bekam ich Unterlagen worin genau steht wieviel Kilokalorien ich pro Tag essen darf. Außerdem habe ich eine Vorschlagliste bekommen was ich zum Frühstück, Mittag und am Abend essen darf. Macht euch dazu eine Tabelle. Sie sollte wie folgt enthalten:

  • Gewicht morgens
  • Was habe ich zum Frühstück gegessen, mit Grammangaben
  • Was habe ich zum Mittag gegessen, mit Grammangaben
  • Was habe ich Zwischendurch gegessen, mit Gramangaben (Sollte man aber lieber nicht tun)
  • Was habe ich zum Abendbrot gegessen, mit Grammangaben

Hier mal ein Beispiel wie sowas aussehen kann: Ist auch gleichzeitig Punkt 4 auf unser Liste.

 

4.)Ernährungstagebuch

So könnte euer Ernährungstagebuch aussehen.

Gewicht Datum Frühstück 3 Scheiben Knäckebrot, 15g Quark (Magerstufe) als Aufstrich, 35g Wurst mit weniger als 10% Fett. (Das ist mein Frühstück)
  Mittag 150g Kartoffeln, 200g Fisch, 250g Gemüse
  Abends 3 Scheiben Knäckebrot, 90g Quark, 200g Tomaten

 

Uwe Dräger

 

 

Nächste Folge : Weitere Punkte unserer Liste

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Ein Gedanke zu “Wenn die Kilos nicht schwinden wollen (Teil 3)

  1. Guten Morgen mein Sohn

    Bleibe tapfer und halte durch,nur so kann man gewinnen, du bist doch ein Siegertyp!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Gruß aus E. von U. aus W27

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