Wartebereich oder Elefantenklo

Nach 3 ½ Jahren Bauzeit wurde am Dienstag dem 15.05.2018 der neue Bahnhofsvorplatz offiziell eingeweiht. Es ist ein neuer Wartebereich, ich schreibe extra nicht Unterstand, und eine neue Bahnhofstreppe entstanden. In den Bau integriert sind eine Fahrradstation, eine öffentliche Toilette (€0,50) und ein Automat mit Naschereien.

Geplant waren für den Neubau € 650.000. Die tatsächlichen Baukosten beliefen sich dann aber auf € 900.000. Diese Summe ist zu 2/3, mal wieder, über Fördergelder abgedeckt.

Jetzt nach der Fertigstellung und öffentlichen Einweihung werden auch schon die Stimmen im Sozialen Netzwerk Facebook laut. Von Ufo-Landeplatz bis Elefanten-Klo ist soweit alles dabei vertreten.

 

Von den Bürgern von Nordenham werden Fragen gestellt wie:

Warum ist das Loch in der Decke nicht zu. Bei Regen ist dort kein geschütztes Warten auf den Bus möglich. Viele Sitzmöglichkeiten sind leider auch nicht vorhanden. Auch durch die insgesamt offen gehaltene Bauweise „zieht“ es und Regen kann bis ins Innerste eindringen. Die Bauform an sich ist im Netz sehr kontrovers behandelt worden. (50 er Jahre-Baustil (Nierentisch))

Auch das das Teil komplett offen ist, wird sehr bemängelt. Da es nach allen Seiten offen ist, kann der Wind oder Regen so richtig gut alles „durchlüften“.
Was das meiste Aufsehen erregt, ist aber das Loch in der Decke. Dort sollte eigentlich eine Glasscheibe, oder Glashaube, eingesetzt werden. Da diese aber aus Sicherheitsglas hätte bestehen müssen, war sie zu teuer.

(Zitat aus der KZW vom 18.05.2018)
Die Baudezernentin Ellen Köncke sagte:“Wir hätten Sicherheitsglas verwenden müssen, was vergleichsweise teuer gewesen wäre. Außerdem hätte es laufend gereinigt werden müssen, nicht zuletzt wegen des Kohlestaubs vom Mitgardgelände.“

Und das bei einer Kostensteigerung von € 250.000 gegenüber den geplanten Kosten, ist es nicht ersichtlich, warum dann dafür kein Geld mehr übrig war. Die Euros hätte man wohl doch noch in die Hand nehmen können. Also blieb das Loch offen. Ob da jemals eine Scheibe eingesetzt wird bleibt nur zu hoffen.

Auch die neu Installierte Anzeige der Busverbindungen kann den Vorplatz nicht aufwerten.

Die Stadt schlecht reden

Wie ja schon mehrfach aus dem Rathaus zu hören war „reden die Bewohner Ihre eigene Stadt schlecht“. Dies sehe ich nicht so. Nur weil die Bewohner nicht die Meinung der Stadt „salbungsvoll“ hinnehmen, redet man keine Stadt schlecht. Vielmehr werden da Fakten genannt, die den Bewohnern „aufstoßen“. Als Beispiel könnte man die Finanzierung über Fördergelder nehmen. Wenn diese  verfügbar sind wird ein Projekt umgesetzt sonst nicht.

 

Sollte die Stadt nicht mal auf Ihre Bürger hören???

 

Uwe Dräger

 

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Ein Gedanke zu “Wartebereich oder Elefantenklo

  1. Vieles was die Stadt Nordenham anfasst, ist doch nur halber Kram. An prominenten Stellen lassen die Damen und Herren ihrer Phantasie freien Lauf, koste es was es wolle, sind ja nur Fördergelder. Dass man aber bis zu 1/3 der Projektkosten selber aufbringen und diese Summe überhaupt zur Verfügung haben muss, wird vergessen.
    Die Stadt Nordenham leidet quasi an „Förderitis“.
    Um ihre ureigenen Aufgaben zu erfüllen, fehlt das nötige Geld. Sportstätten, Schulen, Rad- und Fußwege, öffentliche Anlagen und Gebäude (Rathausturm) verwahrlosen, während mit Fördergeldern sinnlose Projekte angeschoben werden.
    Man hat den Eindruck, dass sich damit Politiker und Verwaltung ihre eigenen Denkmäler bauen.

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