Gastbeitrag 2 (kleine Geschichten)

 

Heute erscheint der zweite Gastbeitrag bei mir im Blog.

„Die Vertreibung aus dem Wasserturm“

Ein Höllenlärm weckte Frau Ratz auf. Kann man denn nicht mal am Tage seine Ruhe haben?
Frau Ratz hatte ihre Kinder in Verdacht. Sie wollte gerade ihren Kindern erklären dass sie ja die ganze Nacht unterwegs war. Da ging das Getöse erst richtig los. Aber ihre Kinder saßen still in einer Ecke.  Nein, der Lärm kam von draußen.

 Der ganze Wasserturm bebt.

 Auch waren von außen alle Fenster zu gehängt. Im Raum war es stockdunkel. Herr Ratz saß in einer Ecke und schnappte nach Luft und wurde von Hustenanfällen geschüttelt. Um Himmelswillen, was ist nur hier in unserer schönen Behausung los ?

 

Jetzt wusste sie auch warum ihre Kinder still in einer Ecke saßen. Die Kinder hatten Angst, denn das sind unbekannte Geräusche von draußen. Es muss nun erstmal nachgesehen werden was da los ist. Denn wenn so ein alter Turm wackelt und bebt kann es womöglich gefährlich werden.

Die Männer machten sich auf dem Weg. Und schlichen erstmal nach draußen. Der Grund des Lärms war schnell ausgemacht. Arbeiter haben um den ganzen Wasserturm ein Gerüst angebracht. Damit die Arbeiter auch bei Regen arbeiten können wurde das Gerüst mit einer Plane versehen. Daher auch die Dunkelheit in den Räumen.

So, den Grund des Ganzen kannte man nun. Die Familienmitglieder trafen sich nun alle im Keller, um zu beratschlagen was geschehen soll. Bleiben wir hier, oder verlassen wir den Wasserturm? Jeder konnte seine Meinung da zu sagen, wie es weitergehen soll. Die Meinungen gingen ganz weit auseinander, eine Gruppe sagte:“ Packen und abhauen.“
Eine andere Gruppe wollte versuchen die Arbeiter zu vergraulen, das war aber nicht machbar.

Nach langem hin und her kam man zu dem Entschluss erstmal in den Keller um zu siedeln. Und sich in Ruhe nach einer neuen Bleibe umsehen.  Wir werden uns nun jede Nacht nach einem neuen Zuhause umsehen.  Nur nicht so weit von Opa und Oma weg. Auf ihren nächtlichen Streifzügen kamen sie auch an eine leer stehende Kirche vorbei. Aber die ist nicht geheizt. Daher viel zu kalt. Aber in der Nähe dieser leer stehenden Kirche war auch ein Bürohaus.

Das macht einen guten Eindruck. In der nächsten Nacht sahen sich die Erwachsenen den Heizungskeller des Bürohauses etwas näher an. Sie waren voll auf begeistert, er bot alles was Ratten so brauchen. Es war tagsüber vor allem still. An  Wärme mangelte es auch nicht. Das Lebensmittellager  der Kantine war sehr gut gefüllt mit leckerer Nahrung.

Paradiesische Zustände machten den Umzug dort hin leicht. Das Bürohaus war sehr gut ausgerüstet es gab auch ein kleines Hallenbad für die Angestellten. Die Kinder konnten dort weiter baden und Schwimmen lernen.  An der neuen Behausung gab es nichts auszusetzen. Der Umzug konnte organisiert werden.

Ursula Röder 

Der dritte und letzte Teil erscheint in kürze hier im Blog. Über Rückmeldungen via Email würde Frau Röder sich freuen.

Uwe Dräger

 

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