Wiederherstellungsoperation

Die Wiederherstellungsoperation wird bei Personen die sehr stark abgenommen haben meistens von der Krankenkasse übernommen. Für die Krankenkassen ist die Entscheidung ob es notwendig ist oder ob es sich um eine Schönheitsoperation handelt ein schmaler Grat. Aus diesem Grund wird der Antrag zur Prüfung meistens zum MDK gegeben.

 

In diesem Blog habe ich bewusst auf Fotos verzichtet. Das sollte jeder nachvollziehen können.

 

„ Alles hängt “

Vor 2 bis 3 Jahren haben wir eine Bariatrische Operation an uns vornehmen lassen. Jetzt haben wir ca. 80% unseres Übergewichts verloren. Ja, wir sind stolz auf uns. Aber schon wieder schlägt das Schicksal zu. Was hatten wir uns auf die Zeit gefreut wenn wir das Gewicht verloren haben. Endlich wieder schwimmen gehen. Die Frauen freuen sich darauf sich im Bikini am Strand zeigen. Ohne die Blicke auf sich zu ziehen wegen dem Übergewicht. Durch das starke abnehmen bildet sich die Haut nicht mehr vollständig zurück und hängt an uns herunter. Auch eine gute Pflege mit Cremes und viel Sport ändert an den Hautlappen an den Armen, Brüsten, Bauch und Beinen nichts.

Auch so sind wir nicht gewillt ins Schwimmbad zu gehen. Also wir müssen wieder die Krankenkasse beten die Kosten zu übernehmen. Und da beginnt das böse Spiel.

 

„Krankenkassen “

Viele Krankenkassen versuchen mit allen Mitteln die Wiederherstellungsoperation zu verweigern. Selbst wenn die betroffenen Patienten, Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, es erreicht haben, die entsprechenden individuellen Kostenzusagen zu erhalten, u. U. in jahrelangen, demütigenden Verfahren erstritten haben, mit ohnehin schon immensen Hürden, treffen sie nun im Glauben diese Ziel erreicht zu haben, auf die vollkommen absurde Situation, dass die Ausführung von Krankenhäuser verweigert wird, da die tatsächlichen Kosten nicht abgedeckt sind. So wird die Zusage der Krankenkasse komplett wertlos. Da drängt sich der Gedanke auf das die Krankenkassen weder ein neues „Schlupfloch gefunden haben“.  Der schwarze Peter wird der Krankenhausleitung zugeschoben weil die angeblich die Operationspreise erhöht haben. Aus diesem Grund wurde eine Petition mit Zeichnungsfrist zum 23.01.2017 gestellt.

 

„Teilerfolg “

Ein kleiner Teilerfolg ist schon zu verbuchen.

Die InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus), zuständig für die Festlegung der sogenannten ‚DRG’s‘, hat für 2017 ihre Kodierempfehlung entsprechend der vor 2016 bestehenden Praxis geändert! (Das DRG-System ist ein pauschalisierendes Abrechnungssystem, bei dem stationäre Krankenhausbehandlungen, weitestgehend unabhängig von der Verweildauer des Patienten über Fallpauschalen abgerechnet werden.)  Man muss abwarten was sich weiterhin tut.

 

„Sozialgericht “

Das Sozialgericht Osnabrück sieht es so dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen müssen.

(Az.: S42 KR 182/16)

http://www.sozialgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/kostenuebernahme-einer-sogenannten-fettschuerzenresektion-durch-die-gesetzliche-krankenversicherung-161705.html

https://www.kostenlose-urteile.de/SozG-Osnabrueck_S-42-KR-18216_Gesetzliche-Krankenversicherung-muss-Kosten-fuer-sogenannte-Fettschuerzenresektion-erstatten.news19265.htm

 

Uwe Dräger

 

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