Doch Rassismus in Nordenham?

Wie in dem Artikel von

www.nord24.de/wesermarsch/nordenham-moschee-besprueht-und-mit-lebensmitteln-beworfen

zu entnehmen ist wurde in der Nacht vom Sonntag dem 09.09.2018 auf Montag dem 10.09.2018 die Moschee an der Walter-Rathenau-Straße Ziel eines Anschlages.
An die Fassade wurde mit schwarzer Farbe gesprüht „Moschee nein danke“. Weiterhin wurden diverse tierische Lebensmittel (Schweinefleisch) vor die Moschee geworfen. Die Fenster wurden mit einer roten Substanz beschmiert. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Soweit die Meldung von nord24.de

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Reaktionen aus dem Rathaus

Nach den letzten Vorfall, siehe Blog vom 23.08.2018, blieb eine Empörung aus dem Rathaus aus. Am 23.08.2018 setzte die Stadt den Bauhof ein um die Aufkleber zu entfernen. Zu diesem Zeitpunkt war aus dem Rathaus außer „Sachbeschädigung“ nichts zu hören.

Am 29.08.2018 fragte dann die Kreiszeitung Wesermarsch in Ihrer Rubrik „Nachgefragt“ nochmals im Rathaus nach. Im Artikel der KZW vom 30.08.2018 äußerte sich dann Ratsvorsitzender Uwe Thöle auf die Nachfrage der KZW. Zitat: „Die Aufkleber sind sicherlich in einer Nach- und Nebelaktion angebracht worden“ „Herr Thöle äußerte das die Täter aus der Anonymität heraus gehandelt hätten, sodass man sie nicht stellen und sich auch politisch mit ihnen auseinandersetzen könnte“ Weiterhin äußerte Herr Thöle sich: Zitat „Zu den Vorfällen in Nordenham setze ich auf Aufklärung durch die demokratischen Parteien, durch die Schulen und alle demokratischen Kräfte.“

Am 31.08.2018 (Artikel der KZW) äußerte sich Hans Francksen, Alt-Bürgermeister von Nordenham. Er warf der Presse vor: Zitat “Übereifer im Journalismus kann  Propagandahilfe für Rechtsextremisten bedeuten, auch wenn Redakteur Frank Lorenz (KZW) dieses so sicher nicht beabsichtigt hat.“

Herr Francksen betonte nochmals das: Zitat „Die gesamte Wesermarsch und besonders Nordenham zeichnet sich seit vielen Jahren durch eine umfassende Integrations- und Präventionsarbeit aus.“

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Das Problem des Rassismus bleibt ja bestehen auch wenn aus dem Rathaus die Angelegenheit „kleingeredet“ wird. Ist es so schwer dass die demokratischen Parteien und Vereine hier in Nordenham endlich mal Fahne zeigen?
Oder wird es wieder abgetan mit dem Ruf dass es nur eine Sachbeschädigung sei?

Gerade in der heutigen Zeit sieht man ja wie schnell die Stimmung umschlagen kann. Chemnitz und Köthen sind gute Beispiele wie schnell es aus dem Ruder laufen kann.

 

Soll Nordenham der nächste Ort werden der in der Presse breitgetreten wird?

 

Uwe Dräger

Quellen: ( nord24.de, Kreiszeitung vom 29.08. / 30.08. / 31.08. alle 2018)

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