Erste Woche Post OP

Am 24.09.2018 war ja Operationstag für mich. Ich bin mit 160,3 kg Lebensgewicht dann nach Brake zur Operation angetreten.

 

Um 07:15h musste ich im Krankenhaus sein. Da die Voruntersuchungen (Magenspiegelung, Anästhesie, Blutbild) schon eine Woche vorher erfolgt waren konnte ich direkt ein Zimmer beziehen.

Auf dem Zimmer dann sofort raus aus den Textilien und rein ins „Engelhemd“. Man sind das blöde Dinger. OP-Haube auf und schon ging es los in Richtung Operationsvorbereitung.  Vom Anästhesisten dann alles genau erklärt bekommen. Und schon ging es los. Beruhigungsmittel über den Zugang im Arm bekommen. Der Zugang am Hals wird erst gelegt wenn man schon schläft. Was ich noch mitbekommen habe das mein Operateur mich begrüßte. Das war um 08:00h. Danach fehlt mir alles bis 14:00h.

 

Am Montag um 14:00h bin ich dann auf Intensivstation wieder zu mir gekommen. Ich war um 6 Pflaster, auf meinem Bauch, reicher geworden. Schmerzen verspürte ich keine. Was ich hatte war großer Durst. Der erste Schluck stilles Wasser rächte sich indem er sofort wieder draußen war. Ich hatte zu schnell getrunken. Vom restlichen Montag habe ich auch nicht viel mitbekommen. Schlafen war wichtiger.

 

Am Dienstag bin ich dann im Laufe des Tages von Intensiv auf normale Station verlegt worden. Schmerzen verspürte ich keine. Außerdem hatte ich eine „Schmerzmittel-Pumpe“ woraus ich mich bedienen konnte. Als „Nahrung“ gab es den kompletten Dienstag stilles Mineralwasser. Auch konnte ich aufstehen und an die frische Luft gehen. Die Nikotinsucht suchte Ihren Tribut.

 

Mittwoch gab es auch nur stilles Mineralwasser. Aber ein Hungergefühl hatte ich nicht. Aufstehen und spazieren gehen wird sogar gern gesehen, wegen Thrombosegefahr.  Den Mittwoch verbrachte ich also wieder damit dass ich Mineralwasser, über einen Liter, trank.

 

Am Donnerstag war dann der große Tag. Ich bekam zum Frühstück meinen ersten Joghurt, den guten Stichfesten, 150ml ohne Fruchtanteil. Den habe ich nicht mal ganz geschafft. Nach dem halben Becher ging nichts mehr in meinem Magen rein. Zu trinken bekam ich weiterhin Mineralwasser. Zum Mittagessen bekam ich dann 150ml „Joghurt“, den ich auch fast ganz geschafft habe. Der Schluck Mineralwasser nach dem Essen rächte sich aber mit starken Bauchschmerzen. Ich hatte die wichtigste Regel vergessen.

30 Minuten vor und nach dem Essen nichts trinken.

Den Fehler macht man aber auch nur einmal. Nachmittags bekam ich dann zum ersten Mal schwarzen Tee mit Süßstoff und Milch.

Das Abendbrot bestand dann wieder aus Joghurt, Stichfest und schwarzen Tee. Und das bleibt die ersten 14 Tage auch so.

 

So sieht der Speiseplan für die ersten 14 Tage nach der Operation aus:

In den ersten 14 Tagen nach der Operation dürfen Sie sich nur flüssig ernähren, das heißt lediglich Wasser, verdünnte Säfte, Brühe und Joghurt. 1 Liter bis 1,5 Liter Mineralwasser pro Tag sollte man auch trinken.

(Auszug aus Patienteninfo Schlauchmagen von Dr. J. Herrfurth)

 

Freitag war dann der große Tag. Ich wurde aus dem Krankenhaus nach dem Frühstück (Joghurt, schwarzer Tee) entlassen. Achja, mein aktuelles Gewicht bei der Entlassung waren dann 151,7 kg.  Im Krankenhaus habe 8,6kg verloren. Der Anfang ist gemacht.

 

Schmerzen habe ich auch weiterhin keine, bis auf die Begrüßung von unserem Hund. Er meinte als ich im Sessel saß er müsste mit Anlauf auf meinen Bauch springen um mich zu begrüßen. Aber die Begrüßung hat den Schmerz nicht groß werden lassen, dafür war die Freude zu groß.

 

Hier noch zwei Fotos:

(Nein es war keine Dampfwalze)                   (Stütze der Pflasterindustrie)

 

Uwe Dräger

 

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