Das Militärhistorische Museum

Das Militärhistorisches Museum „Alter Flakleitstand“

Die Geschichte von Nordenham umfasst auch die Zeit des Dritten Reiches.

Bedingt dadurch ,dass in Nordenham etliche wehrtechnisch wichtige Firmen beheimatet waren und über den Midgard Hafen Kohle und Koks verschifft wurde, war es durch alliierte Bombenangriffe gefährdet .
Hinzu kam noch die Nähe zum Kriegsmarinehafen Bremerhaven .Weiter wurde von den Alliierten Bomberverbänden gerne die Weser als Navigationshilfe benutzt .
Dass die Flakabwehr in dieser Zeit hinreichend gefordert wurde, macht schon die Zahl der Luftalarme im Unterweserbereich von über 800 Alarmen in der Zeit von 1939 – Anfang 1945 deutlich. Zu diesem Zweck wurde am 02.09.1940 wurde mit dem Ausbau der Flakbatterie Grebswarden begonnen. 60 Soldaten der Marine-Flak-Abteilung 244 aus Wesermünde wurden nach Grebswarden kommandiert und sollten in einem Kraftakt die neue Feuerstellung aufbauen.

Auf dem Weideland wurden zuerst Wege angelegt , Gräben zugeschüttet. Dann begann man die Stellungen anzulegen. Für die Geschütze wurden Betonsockel gegossen , Schutzwälle angelegt.

Diverse Gebäude entstanden : der Leitstand , die Wirtschaftsbaracke , Waschbaracken Kantine, Sanitätsstelle. Der Munitionsschuppen wurde 400 Meter von den Geschützen errichtet und für den Munitionstransport wurde eine Lorenbahn angelegt.

Am 13.9.1940 rollten die ersten Geschütze an : 10,5 cm Marine-Zwillingsflakgeschütze. Dazu insgesamt 4996 Flakgranaten die in der alten Ziegelei Tantzen in Blexen zwischengelagert waren.

Am 23..09.1940 wurde die Batterie vom Batterie Leutnant Meyer gefechtsklar gemeldet und am selben Abend wurde sie das erste mal zur Abwehr feindlicher Flugzeuge eingesetzt.

Soviel zur Geschichte die noch länger ist.

Das Militärhistorische Museum befindet sich im damaligen Leitstand in Nordenham – Grebswarden .
Es umfasst aber nicht nur die Zeit des dritten Reiches. Im Hauptgebäude wird in 10 Räumen die Militärhistorische Ausstellung von 1870 bis 1989 präsentiert. Unzählige Exponate wie Uniformteile, Pickelhauben , Waffentechnik , Gegenstände des täglichen Lebens, Karten, originale Dokumente komplettieren die Ausstellung.
Einige Dioramen zeigen Gegebenheiten wie einen Schützengraben , U-Boot oder einen Unterstand.

Eine zur Zeit laufende Ausstellung mit dem Namen „70 Jahre nach Kriegsende“ zeigt welche Gegenstände im Gefangenenlager erstellt wurden und welche Gegenstände zu dieser Zeit in deutschen Haushalten zu finden waren. (Soldbücher, Radio“Göbbelsschnautze“, selbtgebasteltes Schachspiel, Knopf aus Geldstück, usw.)

Im Turmgebäude (25 Meter hoch) wird der Luftkrieg thematisiert. Vom Turm hat man eine tolle Aussicht auf Langlütjen 1 & 2, die Wesermündung und auf die Skyline von Bremerhaven.

Anfahrt von Bremerhaven mit der Fähre:

Von Bremerhaven mit der Weserfähre: In Blexen von Bord gehen und auf der B212 fahren bis zur Kreuzung B 212 – Burhaverstraße. Dort biegen Sie links ein und folgen dem Straßenverlauf bis zur Linkskurve. Direkt in der Linkskurve geht es rechts zum Flakleitstand.

Anfahrt aus Richtung Nordenham:

Fahren Sie die B212 bis zur Kreuzung B212/Burharverstraße. Dort biegen Sie rechts ein und folgen dem Straßenverlauf bis zur Linkskurve. Direkt in der Linkskurve geht es rechts zum Falkleitstand.

Öffungszeiten und Kontakt

Dienstags bis Donnerstag
von 15:00h bis 18:00h
Samstags
Von 9: 30 h bis 12:30 h
Führungen nach Absprache
Tel.: 04731 6176 oder 951680
Mobil 0173 / 2376330
Homepage : Hier
 nur das Erdgeschoss

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